Rennbericht 2. Rennen der Scweizer Kartmeisterschaft in Chateâu Gaillard (FR)

Mein 2. Rennen in der Schweizer Kartmeisterschaft fand am vergangenen Wochenende in Chateâu Gaillard (Frankreich) statt. Die Kartstrecke ist neu im Kalender der Schweizer Kartmeisterschaft. Ich kenne die Piste aber schon von der VEGA Trofeo 2017 & 2018. Die Kartpiste ist die längste im Kalender und sehr anspruchsvoll, da sie eine lange Gerade und enge Kurven hat. Ein gutes Setup ist daher sehr wichtig.

 

 

 

Zum 2. Rennen der Saison reisten wir schon am Freitagabend an. Die Strecke gefällt mir eigentlich sehr gut und macht auch sehr viel Spass zum fahren. Leider habe ich keine guten Erinnerungen an meine Rennen auf dieser Strecke. Das wollte ich an diesem Wochenende ändern ;-). Am Samstagmorgen war die Strecke noch sehr nass und rutschig. Ich brauchte einige Runden, um mich an diese Bedingungen zu gewöhnen. In der Mittagspause wechselten wir dann auf unseren Rennmotor, um das Setup für das Rennen zu erarbeiten. Am Nachmittag war die Strecke dann abgetrocknet und ich fühlte mich sehr wohl im Kart. Chassis und Motor hatten wir sehr gut eingestellt bekommen, aber für den Sonntagvormittag war leichter Regen gemeldet...

 


Zeitfahren

 

In der Nacht auf den Sonntag hatte es wieder geregnet, sodass die Strecke am Morgen sehr Nass und Rutschig war. Das Zeitfahren dauerte nur 6 Minuten und ich bin leider zwei Mal von der Strecke gerutscht. Ich konnte mich zum Glück wieder selbst auf die Piste schieben und weiter fahren. Am Ende habe ich mich nur auf der 14. Position für das Rennen qualifizieren können. Ich war sehr enttäuscht über diesen Startplatz, blieb aber zuversichtlich für die Rennläufe. Das Wetter sollte ja auch besser werden.

 



1. Lauf

 

Der Start zum 1. Lauf ist mir sehr gut gelungen und ich war nach den ersten 2 Runden schon auf Position 12 vorgerückt. Leider war die Strecke noch immer sehr rutschig und nass. Ich fühlte mich nicht so wohl im nassen und kam einige Male von der Strecke ab. Ich verlor dadurch leider auch wieder die Positionen, die ich nach dem Start gewonnen hatte. Ich bin dann im 1. Lauf auf Position 14 ins Ziel gefahren.

 



2. Lauf

 

Pünktlich zum 2. Lauf war die Strecke richtig abgetrocknet, was mich sehr freute. Den 2. Vorlauf startete ich also wieder von Platz 14 ins Rennen. Dieser Start war wieder sehr gut, sodass ich einige Positionen gutmachen konnte. Als ich auf Position 10 lag, überholte mich ein anderer Fahrer. Auch wenn er schon vorbei war, drängte er mich leider von der Piste und ich musste durch das Gras fahren. Zum Glück war es nur ein kleines Stück und ich konnte gleich wieder auf die Strecke zurück. Ich habe dadurch auch noch eine Position verloren und bin als 12. über die Ziellinie gefahren. Ich habe im 2. Rennlauf sogar die 4. schnellste Zeit gefahren. Das Zeigte mir, das ich schnell war und ich konzentrierte mich nun voll auf das Finale.

 



Finale

 

Den Finallauf startete ich wieder von Platz 14 aus. Diesen Startplatz hatte ich ja schon in den beiden Rennen zuvor... aber mein Ziel war einen Pokal zu bekommen. Diesen gibt es nur für die Plätze 1 - 10. Also... mindestens 4 Plätze musste ich gutmachen... Der Start ins Finale Rennen, war wieder perfekt. Ich kam sehr gut weg, als die Ampel ausging. Ich zog gleich nach aussen, um dem Startgetümmel zu entkommen. Das erwies sich als richtige Entscheidung. Ich konnte gleich 2 Plätze gewinnen. Ich versuchte auf der sehr langen Geraden im Windschatten an meinen Vordermann aufzuschliessen.

 

Ich brauchte zwei Runden, dann war ich dran. Ich konnte ihn überholen und lag nun auf Position 11.  Ich gab alles um die Lücke zu Platz 10 zu schliessen und ihn zu überholen. Ich konnte ihn in der 6. Runde überholen, er hat aber sofort gekontert und mich wieder zurück überholt. Ich habe ihn dann aus dem Windschatten auf der langen Geraden heraus überholt und fightete mit ihm bis zum Ende des Rennens. Auch auf Platz 9 konnte ich noch aufschliessen und bin mit einem Abstand von nur 0,3 Sek. auf Position 10 über die Ziellinie gefahren. Ich war sehr sehr Glücklich, dass ich es noch geschafft habe in die Top 10 zu fahren und mein Ziel zu erreichen.

 



Mein Fazit

Es war ein sehr aufregendes schönes Wochenende in Frankreich. Es hat mir sehr viel Spass gemacht und ich habe wieder viel lernen können. Sicher wäre unter trockenen Bedingungen eine bessere Platzierung  drin gewesen, aber mein Ziel - TOP 10 - habe ich erreicht. Ich fühle mich im Nassen einfach nicht wohl. Wir müssen einfach weiter im nassen trainieren, dann wird es sicher auch besser.

 

 

 

Vielen herzlichen Dank an alle meine Unterstützer, Gönner, Sponsoren sowie meinen Eltern. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass Ihr an mich glaubt und mir die Möglichkeit gebt meine Leidenschaft "Rennen fahren" aus zu üben. Ich danke auch Niklaus Gurtner und dem Rest vom Swiss Hutless Racing Team, für die Unterstützung und die vielen Tipps, sowie meinem Motoristi Aldo, für den super schnellen Motor.

 

 

 

Jetzt heisst es wieder alles Vorbereiten und Focus auf mein nächstes Rennen am 25. Mai 2019 an der

 

Kappelen Trophy in Lyss. Dort werde ich wieder alles geben und hoffentlich auf dem Podest stehen.

 

 

 

Rennsportliche Grüsse und bis bald

 

 

Euer Nils